Farbpsychologie: Wie Farben auf uns wirken

Generalleutnant Buratai behauptete: „ In der Absicht, örtliche Unternehmer zu fördern, bat das nigerianische Heer, das patriotisch ist, Innoson Motors zu Beginn letzten Jahres darum, dem Heer drei (3) Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen.

Rot ist bereits im Tierreich eine Signalfarbe und bedeutet: Jahrhundert unverkennbar chinesischen Einfluss.

Wie Partnerschaft gelingt

Die Anzeige zeigt in Diagrammen die von den japanischen Leuchter erstellt Muster. Der Indikator wurde durch eine Google-Suche gefunden “erotikhikaye.tk” und ich habe einige Farben geändert. Nicht alle Muster stellen eine Richtungsänderung des Marktes.

Echte Paradiesvögel hingegen tragen bunt: Wer sich nun wie ein Papagei ausstaffiert, langt allerdings auch daneben. Etwas mehr Mut zur Farbe kann sich dennoch auszahlen: Wer rot trägt, strahlt mehr Selbstbewusstsein aus. Rot ist bereits im Tierreich eine Signalfarbe und bedeutet: Besser nicht mit mir anlegen. Rot und verwandte dunklere Rottöne sind das Gegenteil von sich verstecken. Purpur und violett beziehungsweise lila waren lange Zeit in der Herstellung sehr aufwändig und teuer, weshalb Kleidung in diesen Farben häufig von Herrschern und hohen Machthabern getragen wurde und ihnen vorbehalten war.

Auch heute noch finden sich diese Farben in der christlichen Liturgie. Unternehmen sind sich längst der Wirkung von Farben bewusst und nutzen die Farbpsychologie für sich: Wer denkt nicht gleich an das magentafarbene Logo der Telekom, wenn er den Namen hört? Auch das gehört zum Employer Branding , dass Menschen mit einer Marke und einen Namen am besten sofort bestimmte Eigenschaften assoziieren.

Die Farbpsychologie sollten sich auch Bewerber vor Augen halten und für sich einsetzen. Das fängt bereits beim Bewerbungsfoto an: Welche Kleidung passt zum Job, signalisiert Kompetenz und lässt Sie vorteilhaft erscheinen? So zeigen Sie dem potenziellen Arbeitgeber, dass Sie sich mit dem Unternehmen identifizieren.

Sie als individuelle Persönlichkeit. Genauso gut können Sie völlig losgelöst von irgendwelchen Unternehmensfarben manchmal lassen die sich ohnehin nicht ermitteln anhand Ihrer Charaktereigenschaften bestimmte Farben in den Vordergrund rücken. Sie entwerfen dann ein individuelles Design und positionieren sich mit dem, was Sie für wichtig halten.

Antworten Sie jetzt nicht zu schnell — erst recht nicht, falls Ihnen diese Frage ein Personaler stellt… Farben können nicht nur Emotionen auslösen, sie verraten auch einiges über die Psyche, die Vorlieben und Charakterzüge eines Menschen.

Dass das persönliche Urteil über eine Farbe Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Beurteilenden zulässt, konnte bereits in einigen physiologischen Untersuchungen bestätigt werden. Die Lüscher-Color-Diagnostik wurde immer wieder überarbeitet, modifiziert und verbessert und ermöglicht heute angeblich unter anderem Einblicke in die Leistungskraft und Stressverträglichkeit, das Selbstbild und die Zukunftserwartungen eines Menschen.

Die Erkenntnisse daraus werden heute nicht nur in der Personalentwicklung , sondern auch im Produktdesign oder der Medizin eingesetzt. Als etwa Forscher der britischen Durham Universität die Wirkung von Trikotfarben bei olympischen Athleten untersuchten, kamen sie zu dem Ergebnis, dass rotgekleidete Ringer in 60 Prozent der Fälle die blaugekleideten besiegten. Rot strahlt mehr Dominanz aus. Bei der sogenannten Cocktail-Party-Studie hingegen zeigte sich, dass Menschen zwar Bars mit roten Räumen bevorzugen, in blauen aber länger bleiben.

Und Frauen in roten Kleidern wirken auf Männer sowieso attraktiv. Dafür sind die Aussagen dann doch zu grau. Die Wirkungen und Assoziationen, die bestimmte Farben auslösen, sind bei vielen Menschen gleich — relativ unabhängig von Kultur, Alter oder Geschlecht: Warme Farben gelb, orange, rot regen nachweislich den Appetit an, weshalb sie oft auf Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden; das kühlere Blau steht dagegen für Frische und findet sich deshalb vermehrt auf Hygiene- oder Tiefkühlartikeln.

Nun kann man lange darüber streiten, ob das alles Kokolores ist oder eine seriöse Methode. Schneller ist jedoch ein kleiner Selbsttest. Denn trotz diverser Ausprägungen — das Verfahren selbst ist erstaunlich simpel.

Deshalb hier und jetzt eine stark verkürzte Variante:. Nehmen Sie dazu die oben gezeigten Farben und bringen Sie diese in eine Reihenfolge — beginnend mit ihrer absoluten Lieblingsfarbe. Bitte nicht zu lange grübeln und auch nicht mogeln! Sonst ist der mit einem professionellen Lüscher-Test freilich nicht vergleichbare Kurztest aussagelos.

Wer Blau mag, dokumentiert damit angeblich Nachdenklichkeit, Ausgeglichenheit und Empathie. Ihren Untersuchungen zufolge wirkt Blau auf Leser seriöser als jede andere Farbe — sie mache sogar kreativer. Im Job macht vor allem Grün kreativer. Vier Experimente gingen dem voraus, darunter mehrere, bei denen die Probanden Kreativitätsaufgaben lösen und originelle Ideen entwickeln etwa was man mit einer Blechdose alles machen kann mussten. Kurz zuvor sollten sich die Teilnehmer ein paar Sekunden lang farbige Flächen auf einem Computerbildschirm ansehen.

Wer zuvor auf die Grünflächen geschaut hatte, entwickelte pfiffigere Ideen. Wo es grünt, da ist auch Wachstum — und damit womöglich auch mehr Kreativität. Könnten Sie einem Blinden Farben erklären? Wo wir schon bei dem Thema sind: Umgekehrt ist das aber keineswegs leichter: Oder wie würden Sie einem Blinden die Farbe Rot erklären?

Tommy Edison ist von Geburt an blind, er hat Farben noch nie gesehen — aber er hat einen fantastischen Youtube-Kanal, in dem er mit viel Humor und Selbstironie sein Leben als Blinder beschreibt. Spannend zu beobachten, wie wir Farben mit Naturelementen vergleichen, mit Geschmäckern oder Gerüchen — eben allen anderen Sinnen.

Gefühle tauchten dabei seltener auf. Wobei es vielleicht auch schwierig ist, Farben mit Emotionen zu verbinden, weil jeder darunter etwas anderes versteht:. Rot kann für Liebe ebenso stehen, wie für glühenden Hass oder Angst ; Grün kann für Freude stehen, manche verbinden es aber auch mit Neid….

Probieren Sie es doch mal im nächsten Meeting oder bei der nächsten Betriebsfeier aus. Blau ist nicht irgendeine Farbe — es ist die globale Lieblingsfarbe. Regen- und Glücksbringer und Symbol der Fruchtbarkeit und der kaiserlichen Macht. Erzählungen und Bilder von Drachen sind in vielen Kulturen und Epochen bekannt, entsprechend mannigfaltig sind seine Erscheinungsformen.

Grundsätzlich handelt es sich um ein Mischwesen , das sich aus mehreren realen Tieren zusammensetzt, doch werden die mehrköpfigen Schlangen der antiken Mythologien ebenfalls als Drachen betitelt.

Die Schlangenanteile sind bei den meisten Drachen vorherrschend. Der Körper ist meist geschuppt. Der Kopf — oder die Köpfe, oft sind es drei oder sieben — stammt von einem Krokodil , einem Löwen , einem Panther oder einem Wolf. Die Flügel des Drachen erinnern an Greifvögel oder Fledermäuse. Verbreitete Elemente sind eine gespaltene Zunge, ein scharfer, durchdringender Blick, der feurige Schlund und ein giftiger Atem. Die Abgrenzung zu anderen mythischen Wesen ist nicht immer klar erkennbar.

Besonders Schlangenmythen weisen viele Gemeinsamkeiten zu Drachenerzählungen auf, und vom Basilisken entlehnt ist die in manchen Erzählungen geschilderte Herkunft des Drachen aus einem Hahnenei. Der chinesische Drache vereint in sich die Merkmale von neun verschiedenen Tieren: In seiner klassischen Form ist er allen vier Elementen zugehörig: Er kann fliegen, schwimmen, kriechen und Feuer speien. Der antike Drache war vor allem ein Schreckbild und ein Herrschaftssymbol.

Der eigenständige Bildtypus des geflügelten, feuerspeienden Drachen in klarer Abgrenzung von der Schlange setzte sich in Europa erst in der Karolingerzeit durch. In der bildenden Kunst und Emblematik des christlichen Mittelalters erscheint er vor allem als Verkörperung des Teufels oder Dämons.

Ab dem Hochmittelalter ist das vorherrschende Motiv der christlichen Drachendarstellungen der Kampf gegen das Böse und die Erbsünde. Obwohl es auch in Ostasien verschiedene Typen gibt, ist die Darstellung des klassischen chinesischen Drachen Long stark formalisiert. Ein besonderes Attribut des chinesischen Drachen ist ein Spielzeug: Die Bedeutung des kostbaren Schmuckstücks ist nicht geklärt.

Sie könnte den Mond oder die Vollkommenheit symbolisieren. Von allen Elementen wird der Drache am häufigsten mit dem Wasser in Verbindung gebracht. Der ostasiatische Drache bringt den Regen und garantiert die Fruchtbarkeit der Felder, die antiken Drachen sind häufig Meeresungeheuer. In Märchen und Sagen tritt das wasserhütende Untier auf: Es bewacht die einzige Quelle oder den Fluss, der als Nahrungsgrundlage dient, und ist verantwortlich für Überschwemmungen und Dürrekatastrophen.

In Höhlen hausende Erd-Drachen bewachen Schätze. Dieses Motiv , das seit der Antike bekannt ist, steht möglicherweise im Zusammenhang mit dem Totenglauben.

Noch in Volkssagen des Jahrhunderts sind es oft Verstorbene, die in Drachengestalt ihre Hinterlassenschaften vor dem Zugriff der Lebenden sichern. Als chthonische Gestalt weist den Drachen auch seine Verbindung zu Schlangen aus. Der Drachenkampf ist der häufigste mit dem Drachen verbundene literarische Topos. Dabei lassen sich mehrere Typen von Erzählungen unterscheiden, etwa nach dem Stand des Helden oder dem Schauplatz konkret oder undefiniert. In der Antike überwiegt der heroische Kampf, als Drachentöter treten Götter oder mächtige Helden auf.

Der christlich-legendäre Drachenkampf, der in der Hauptsache der biblischen Tradition entstammt, schildert die Auseinandersetzung der Heiligen mit dem Bösen, der Drache dient dabei als Allegorie. Ausschlaggebend ist hier nicht Körperkraft oder Geschicklichkeit, sondern der Glaube; oft verhilft schon ein Gebet zum Sieg. Auch andere Untiere wie riesige Wildschweine können die Funktion des Drachen übernehmen. Einen weiteren Typus bildet der ritterlich-adlige Drachentöter, der den Drachen im Zweikampf erschlägt.

Zwar verfügen diese Heldenfiguren meist über Stärke, Mut und hohe Moral, müssen jedoch aufgrund der körperlichen Überlegenheit des Drachen oft auch auf eine List zurückgreifen. Im bürgerlich-bäuerlichen Bereich der Märchen und Sagen werden die bedrohlichen Untiere oft überlistet, vergiftet oder verzaubert. Hier zählt nur das Resultat. Die Plage muss beseitigt werden, die Eigenschaften des Drachentöters sind nebensächlich.

Bis in die Gegenwart wird das Bild des Drachen verwendet, um die Auseinandersetzung von Gut und Böse darzustellen, den Gegner zu dämonisieren und den Sieger als übermächtigen Helden erscheinen zu lassen. Meistens liegt der Drachenhort in einer Höhle, in der er von dem Drachen argwöhnisch bewacht wird. In einigen Legenden bricht ein Drachentöter auf, um den Bewacher zu erschlagen und den Schatz an sich zu bringen.

Manche dieser Schätze sind fluchbeladen und bringen Unglück über den Helden: In der Völsunga saga ist es ein Goldschatz, der sich in einem Otterfell befindet, welches aufgestellt und zusätzlich nochmals mit Gold bedeckt werden muss, bis nichts mehr von dem Otter sichtbar ist.

Handlungselemente und Motive, die von Drachen handeln, sind in der Folklore vieler anderer ethnischer Gruppen erkennbar s. Auf Grund der Häufigkeit wiederkehrender Motive z. Auf Basis von 69 Motiven aus 23 verschiedenen ethnischen Gruppen wurde dazu eine phylogenetische Rekonstruktion eine Methode aus der Evolutionsbiologie zur Bestimmung von Abstammung und Verwandtschaften durchgeführt.

Oft macht das Blut des Drachens die Erde erst fruchtbar oder er bewässert sie. Das weist auf die Verbreitung des Mythos durch Wanderung hin. Sie gehören zu den Mischwesen , die in einer Vielzahl im Bilderrepertoire des alten Orients vertreten sind. Es lassen sich zwei drachenartige Grundtypen identifizieren: Schlangendrachen Ende des 4.

Wie alle Mischwesen sind die altorientalischen Drachen weder Götter noch Dämonen, sondern gehören zu einer eigenen Klasse übernatürlicher Wesen, deren Namen und Gestalt auf einen Zusammenhang mit dem Tierreich oder mit den Naturgewalten hinweisen.

Sie sind nicht eindeutig negativ besetzt. Es gibt Ausnahmen, wie die feindlichen vielköpfigen Schlangen, die der frühdynastischen Zeit entstammen. In der Regel treten die frühen Drachen in Text und Bild als mächtige, manchmal gefährliche, manchmal aber auch beschützende Wesen auf.

Die Drachen stehen zunächst in loser Verbindung mit Gottheiten. Auf Siegeln aus der Zeit um v. Als Drachentöter treten in mesopotamischen Texten des späten 3.

Jahrtausends zunächst lokale Götter auf. Vereinigt werden die Traditionen um v. Der Kriegergott Ninurta aus Nippur siegt über den Löwenadler Anzu , der die Schicksalstafeln gestohlen hat, und löst in der Folge Enlil als obersten Gott des sumerisch-akkadischen Pantheons ab. Die Ninurta-Mythologie verbreitete sich im 1. Jahrtausend mit dem Aufstieg des assyrischen Reiches im ganzen Vorderen Orient; als Nimrod fand er Eingang in die biblische Überlieferung.

Während der Anzu-Mythos den Generationswechsel in der Götterhierarchie zum Thema hat, beschreibt ein zweiter orientalischer Typus den Kampf des Wettergottes mit der Urgewalt des Meeres, symbolisiert durch die gehörnte Meeresschlange.

Dieses Motiv findet sich im hethitischen Illuyanka -Mythos, der um v. Die facettenreichen altorientalischen Mythen schufen ein Bild des Drachen, das bis heute sichtbar ist, denn sie flossen in die Texte des Alten Testaments ein. Auch Indra tötet ein dreiköpfiges Reptil, das als Drachen oder Regenschlange dargestellt wird, und raubt seine Schätze. Der Name des Drachens, Vritra , erinnert an den von Indra verdrängten iranischen Kriegergott Verethragna Drachentöter , der manchmal das Böse repräsentiert und es manchmal bekämpft und von den Griechen oft mit Herakles gleichgesetzt wurde.

Die Namensverwandtschaft verweist auf die Gemeinsamkeiten der indoeuropäischen Vorstellungen über den Kampf gegen einen Drachen, der die Sonne verdunkelt.

Die hebräische Bibel benutzt das Wort tannîn für Landschlangen und schlangenartige Meeresdrachen. Daneben kennt sie mit Leviathan und Rahab zwei individuelle, besonders gefährliche Schlangendrachen. Beide kommen aus dem Meer, und in beiden lebt die vorderasiatische Erzähltradition fort. Auch der ägyptische Pharao als der Feind Gottes wird mit einem Drachen tannîn verglichen:. Der biblische Drachenmythos gibt die altorientalischen Vorbilder aber nicht nur wieder, er entwickelt sie weiter.

Michael siegt im Himmelskampf, und. Teufel und Satan , der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen.

In den Bildern der Johannes-Apokalypse wird der Drache endgültig zum personifizierten Bösen, der nach seinem Sturz vom Himmel für alle Gewalt verantwortlich zeichnet. Seine Vernichtung fällt mit dem Ende der Welt zusammen. Bei den griechischen Drachen überwiegt der Schlangenaspekt, so dass nicht bei allen Nennungen zu unterscheiden ist, ob von dem Fabelwesen oder einer Schlange die Rede ist.

Die Ungeheuer der griechischen Mythologie kommen aus dem Meer oder hausen in Höhlen. Sie sind oft mehrköpfig, riesig und hässlich, besitzen einen scharfen Blick und einen feurigen Atem, haben aber selten Flügel. Ladon bewacht die goldenen Äpfel der Hesperiden , und auch in der Argonautensage taucht das Motiv des Bewachers auf.

In dieser Version des Mythos ist es nicht nötig, die Bestie im Kampf zu töten. Aus der griechischen Sage stammt die Konstellation von Drache, Held und der schönen Prinzessin, die dem Untier geopfert werden soll. Die Antike hat das Drachenbild nachfolgender Epochen um etliche Facetten bereichert. Auf die griechische Astronomie geht die Bezeichnung des gleichnamigen Sternbildes zurück, und auch die europäische Drachen-Symbolik zeigt antiken Einfluss. Die Dracostandarte , ursprünglich ein dakisches oder sarmatisches Feldzeichen, übernahmen die germanischen und slawischen Stämme der Völkerwanderungszeit vom römischen Heer.

Das furchterregende Untier ist hier kein Feind, sondern ein Symbol der eigenen Stärke, das den Gegner einschüchtern soll. Das christliche Mittelalter hält die starke Verbindung zwischen Drachen und Teufel aufrecht. Die allegorische Bildersprache der Bibel übernehmen die Heiligenlegenden. Das Untier steht für die Qualen der Blutzeugen in den Märtyrerakten , in den Viten der frühmittelalterlichen Glaubensboten personifiziert der Drache das Heidentum, die Sünde, später die Häresie.

Er wird nicht immer im Kampf getötet. Der Sieg über ihn ist ein mit Gottes Hilfe vollzogenes Wunder, es genügt auch das Zeichen des Kreuzes oder ein Gebet, um ihn zu verscheuchen.

Drei Drachenheilige rangieren im Hochmittelalter unter den Vierzehn Nothelfern: Margareta von Antiochia , die den Drachen mit dem Kreuzzeichen abwehrte, Cyriakus , der einer Kaisertochter den Teufel austrieb, und Georg.

Er wird der populärste aller heiligen Drachentöter; sein Lanzenkampf gegen die Bestie wird bis heute in zahllosen Darstellungen weltweit verbreitet.

Die Wappenbilder deutscher Städte, die den Drachen als gemeine Figur zeigen, sind überwiegend von Georgslegenden abgeleitet, und viele Volksbräuche und Drachenfeste lassen sich darauf zurückführen. Das Fest hat möglicherweise vorchristlichen Ursprung, ist aber seit dem Mittelalter mit dem katalanischen Landespatron St.

In Metz war es dagegen der Legende nach Bischof Clemens , der den im Amphitheater hausenden Drachen Graoully vertrieben und an seiner Stola aus der Stadt geführt hatte. Eine herausragende Stellung nimmt der Drache in der ornamentalen Bildkunst der Wikingerzeit ein. Drachenköpfe verzieren Runensteine , Fibeln , Waffen und Kirchen. In der germanischen Literatur ist der Drache vom 8.

Jahrhundert bis in die Neuzeit gut belegt, besonders in der Heldendichtung , vereinzelt auch in den altnordischen Skalden. Das altenglische Epos Beowulf erwähnt einige Male kriechende oder fliegende Drachen, die unter anderem als Hüter von Schätzen fungieren. In altskandinavischen Quellen schützen sie vor feindlichen Geistern.

Das germanische Wort Lindwurm ist ein Pleonasmus: Sowohl das altisländische linnr als auch der wurm bezeichnen eine Schlange, und auch die Beschreibungen der Lindwürmer sind eher schlangen- als drachenähnlich. Die Germanen übernahmen später nicht nur die Bezeichnung, sondern auch die Vorstellung des fliegenden Ungetüms. Der lintdrache des Nibelungenliedes zeigt die Verschmelzung beider Glaubensvorstellungen an.

Der Neid-Drache Nidhöggr , der an der Weltenesche nagt, ist dagegen eher auf christliche Visionsliteratur zurückzuführen. Die Beziehungen zwischen nichtchristlichem und christlichem Erbe sind im Einzelnen ungewiss.

In der Artustradition , besonders aber in dem Sagenkreis um Dietrich von Bern ist ein Drachenkampf fast schon obligatorischer Bestandteil eines heroischen Lebenslaufes.

Die besonderen Eigenschaften des Unterlegenen gehen oft auf den Sieger über: Das Bad im Drachenblut macht Siegfried unverwundbar, andere Helden verspeisen deswegen das Drachenherz. Eine Synthese antiker und christlicher Traditionen ist in den Ansichten der mittelalterlichen Gelehrten über den Drachen zu beobachten. Die mittelalterlichen Naturforscher waren, angesichts der Fülle biblischer Belegstellen, erst recht von der realen Existenz der Untiere überzeugt.

Detaillierte Systematiken der verschiedenen Drachenarten stellten die Forscher der Frühen Neuzeit auf: Bis weit in die Neuzeit blieben Drachen ein Teil der belebten Natur, für deren Existenz es auch scheinbar Beweise gab.

Noch Zedlers Universal-Lexikon meinte, der Drache sei:. Man findet ihrer vielerley Gestalten und Arten; denn etliche sind geflügelt, andere nicht; etliche haben zwey, andere vier Füsse, Kopff und Schwantz aber ist Schlangen-Art.

Erst die modernen Naturwissenschaften im Jahrhundert verwarfen die meisten dieser Vorstellungen, es gab aber auch früh schon kritische Stimmen. Bereits Bernhard von Clairvaux lehnte es ab, an Drachen zu glauben, und Albertus Magnus hielt die Berichte über fliegende, feuerspeiende Wesen für Beobachtungen von Kometen.

Die Alchemie verwendete den Drachen lediglich als Symbol: Die Jagd nach Saurier-Drachen siehe unten war noch zu Beginn des