Indien investiert in Afrika

Was ist der richtige Preis für ein immaterielles Produkt in Indien? Hier gehen die Philosophien der Unternehmen auseinander. Gerade hat der Computerspielanbieter Electronic Arts die Preise seiner Spiele in Indien an das internationale Niveau angepasst.

Januar trat die vor allem von Bhimrao Ambedkar ausgearbeitete Verfassung in Kraft, durch die Indien zur Republik wurde.

Tourismus und Sport

Was ist der richtige Preis für ein immaterielles Produkt in Indien? Hier gehen die Philosophien der Unternehmen auseinander. Gerade hat der Computerspielanbieter Electronic Arts die Preise seiner Spiele in Indien an das internationale Niveau angepasst.

So hat Branchen-Primus Metro bereits im vergangenen Jahr eine strategische Kooperation mit der Handelsplattform des chinesischen Online-Dienstes Alibaba abgeschlossen, um am wachsenden elektronischen Handel im Reich der Mitte zu partizipieren. In China hat sich das Unternehmen inzwischen einen festen Platz als führende Sportmarke erkämpft und die selbst gesteckten Ziele nach eigenen Angaben bereits erreicht.

Lateinamerikanische Länder wie Uruguay und Chile, noch auf den Rängen 2 und 3, sind diesmal gar nicht unter den Top 30 vertreten. Neu im Index ist Rumänien mit einer Platzierung als Nummer Dabei profitiert das Land von einem stabilen Wirtschaftswachstum und Erfolgen in der Korruptionsbekämpfung.

Die deutsche Discounterkette Lidl will ihr rumänisches Filialnetz in diesem Jahr ebenfalls weiter ausbauen und plant die Eröffnung von mindestens zehn zusätzlichen Standorten. Seit dem vergangenen Dezember ist Lidl rund Geschäften in dem Land vertreten. Shahs Schleifer verdienen Für Indien ist das ein Bombengehalt, mehr, als ein Lehrer erwarten kann. Im weltweiten Vergleich ist es ein Hungerlohn. Hinzu kommt, dass die indischen Händler es mit der Herkunft der Diamanten nicht so genau nehmen.

Zwar muss bei der legalen Einfuhr von Steinen ein sogenanntes Kimberley-Process-Zertifikat vorgelegt werden. Damit gemeint sind Rohdiamanten, die in reiche Länder geschmuggelt wurden und die Krieg und Terror unter anderem in Liberia, Angola oder Sierra Leone mitfinanziert haben.

Doch gab es immer wieder Fälle, in denen Schmuggler Steine aus Krisengebieten nach Surat und damit auf den Weltmarkt brachten. Denn wenn ein Stein einmal geschliffen ist, ist nicht mehr nachzuvollziehen, woher er stammt und ob er das Kimberley-Gütesiegel trug. Den meisten in Indien ist all das jedoch einerlei. Die meisten Diamantenschleifer arbeiten unter Bedingungen, von denen andere Inder nur träumen können: Die Stadt ist zum Paradies für Glücksritter geworden. Die meisten der heutigen Diamantenfürsten haben als Schleifer angefangen - so auch Shah und Nanavati.

Nanavati legte den Grundstein zu seinem beträchtlichen Vermögen, als er ein Risiko einging: Obwohl er damals nur Rupien im Monat verdiente, bekam er über Familienbande Kredit. Mit dem Geld kaufte er Diamanten mit einem Gesamtgewicht von Karat an - und mit Die Goldgräberstimmung, die in Surat zu spüren ist, wird von der anhaltenden Nachfrage nach Juwelen befeuert.

Da sind noch viele Bedürfnisse zu befriedigen", sagt Nanavati. Sowohl China als auch Indien sind der wachsenden internationalen Kritik ausgesetzt, dass sie rücksichtslose Einkaufstouren in Afrika unternehmen, um ihre wachsenden Volkswirtschaften zu ernähren. Beide Staaten werden beschuldigt, nicht zimperlich zu sein im Umgang mit autoritären Regimes, zum Beispiel in Sudan und Simbabwe.

Nach Angaben der Welthandelsorganisation WTO betrug der Gesamtwert des chinesisch-afrikanischen Handels zwischen und rund Milliarden Dollar, der indisch-afrikanische dagegen nur 63 Milliarden Dollar. Der indisch-afrikanische Handel nahm in dem genannten Zeitraum um gut 32 Prozent zu, während der chinesisch-afrikanische nur um 27 Prozent wuchs.

Unterschiedlich ist auch die Selbstdarstellung der beiden Rivalen in Afrika. Anders als China wird Indien nicht müde, seine historische Verbindung zu diesem Kontinent zu betonen. Jahrhunderts einige Jahre in Südafrika gelebt. Wie viele afrikanische Staaten, vor allem im Osten des Kontinents, litt auch Indien unter der Britischen Kolonialherrschaft.

Doch China und Indien werden nicht alleine an diesem Rennen teilnehmen. Auch Japan, Brasilien und die Türkei stehen bereits in den Startlöchern. Kritiker sprechen von der Gefahr politischer Einflussnahme Pekings. Kaum einer sagt, worin die bestehen sollte. Seit mehr Flüchtlinge aus Afrika kommen, umwirbt Europa die dortigen Regierungen und setzt auf verstärkte Zusammenarbeit.

Doch ob Investoren und Freihandel den afrikanischen Ländern helfen, ist ungewiss. China will seine Postion in Afrika weiter ausbauen. Kredite und Investitionen sollen den Kontinent aus der Armut befreien. Armen Länder sollen die Schulden erlassen werden.