USA: Kluft zwischen Arm und Reich wird tiefer und tiefer


Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! Die heben den Müll auf und bewerfen damit Angestellte, die auf Dollar-Rennrädern an ihnen vorbeirasen. Viele überlegen zu gehen, ziehen weiter raus, folgen den Lehrern und Polizisten. Nicht nur Anhänger von Donald Trump fürchten, dass Amerika nicht mehr great ist - jedenfalls nicht für 80 Prozent der Bevölkerung. Y Combinator wird benachteiligten Familien über sechs bis zwölf Monate zwischen und Dollar geben, zur freien Verfügung.

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Lebensmittelkonzern Nestle dreht im ersten Halbjahr auf. Die Auswertung der jüngsten 20 Empfehlungen ergibt folgendes Stimmungsbild:. Nestlé Aktie Renditeverteilung in Euro. Nestlé Aktie - WKN: So wurden beispielsweise die chinesischen Unternehmen Yinlu Foods sowie Hsu Fu Chi übernommen, um die Position im asiatischen Raum deutlich zu verstärken.

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Gleichmütig zieht der Penner seine Hose wieder hoch. Die Lobbys sind aus Marmor, der Blick geht weit über die blaue Bucht. Für die Mitarbeiter gibt es in der Mittagspause kostenlos Bioerdbeeren und frische Austern.

Vor den Eingängen liegen zerbrochene Crackpfeifen, lungern Junkies herum. Die heben den Müll auf und bewerfen damit Angestellte, die auf Dollar-Rennrädern an ihnen vorbeirasen. San Francisco boomt, Zehntausende ziehen jedes Jahr neu in die Metropolregion, Softwareentwickler, Ingenieure, Designer; sie verdienen Es gibt fast Start-ups und mindestens Obdachlose. Es gibt immer mehr Menschen, die es sich leisten können, zwei Wohnungen zu kaufen, und immer mehr Menschen, die es sich nicht leisten können, zwei Zimmer zu mieten.

San Francisco symbolisiert wie kein anderer Ort das Dilemma, in dem sich Amerika in diesen Tagen vor der Präsidentschaftswahl befindet. Die nordkalifornische Stadt und das restliche Land sind mächtig und ohnmächtig, überambitioniert und überfordert, unfassbar reich und unsäglich arm.

Lange haben diese gegensätzlichen Pole das Land in der Balance gehalten, vielleicht stark gemacht. Aber hat sich Amerika aus dem Gleichgewicht katapultiert. Zwischen den Polen kämpft die breite Mitte, reibt sich auf, zerfasert. Diese Entwicklung hat sich seit Jahrzehnten angedeutet, im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf hat sie nun ihren Katalysator gefunden.

Die soziale Mobilität ist fast zum Erliegen gekommen. Wer dagegen zur unteren Hälfte gehört, steckt nahezu fest. Der Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär ist nur noch ein Mythos. Amerika ist unruhig, das ist überall zu spüren, an den Stränden Kaliforniens genauso wie zwischen den Wolkenkratzern New Yorks. Die wichtigste, selbstsicherste, arroganteste Nation der Welt wirkt unzufrieden, ängstlich, angespannt. Die Mittelschicht hat den Absturz vor Augen. Was passiert gerade, fragt sie sich, warum bleiben wir, denen es doch gerade noch gut ging, plötzlich auf der Strecke?

Fortschrittsbegeisterung, ein so amerikanischer Charakterzug, scheint zunehmend naiv: Zwar sieht das Jahrhundert langsam so aus wie einst von "Star Trek" erträumt, Autos fahren ohne Fahrer, die ganze Welt ist vernetzt. Zugleich aber stagnieren die meisten Einkommen, verschwinden die Jobs. Kann es sein, dass der Fortschritt nicht ein besseres Leben für alle bringt, sondern nur für 20 Prozent?

Und es stellen sich neue Fragen: Ist das amerikanische System, weltweit führend seit hundert Jahren, ein Auslaufmodell? Ein Staat nur noch für die Reichen? Ein Fünftel aller amerikanischen Kinder gilt als arm. Nicht nur Anhänger von Donald Trump fürchten, dass Amerika nicht mehr great ist - jedenfalls nicht für 80 Prozent der Bevölkerung. Die Menschen finden andere Länder lebenswerter, Skandinavien etwa und erstaunlich oft Deutschland, weil dort anscheinend jene Konzepte Stabilität verleihen, die Amerika gern als "sozialistisch" verachtet: Ist Europa besser gewappnet für die Zukunft?

Früher hatten alle Amerikaner mehr als der Rest der Welt: Die reichen Amerikaner aber sind noch immer allen anderen überlegen, mehr sogar als je zuvor. Beim obersten Prozent konzentrieren sich über 40 Prozent des gesamten Wohlstands. Sichtbar werden die Bruchstellen vor allem dort, wo es besonders gut läuft, wo die Wirtschaft boomt.

Zwischen und entstanden fast Manager und Politiker aus aller Welt reisen in einem endlosen Strom hierher, wollen lernen, kopieren. Es ist das Amerika, das beeindruckt, einschüchtert. Und doch ist gerade hier zu sehen, dass die Welt nicht nur schneller geworden ist, sondern auch brüchiger. Als ginge es vorwärts und zugleich zurück. Es gibt viele Menschen in San Francisco, die hoffen, dass der Techboom eine Spekulationsblase ist, die bald platzt, dass es den Techunternehmen schlechter statt immer besser geht.

Ist das nicht eine merkwürdige Entwicklung, dass die Menschen ihre eigene Boomindustrie hassen, die Wohlstand und Weltruhm brachte? Scott ist altes San Francisco: Das neue San Francisco sieht so aus: In den Coffeeshops drängeln sich junge Männer und hacken lange Reihen von Zahlen und Buchstaben in ihren Laptop, Kauderwelsch scheinbar, aber es ist die wichtigste Sprache der Zukunft, Programmiercodes.

Die meisten hier haben eine Start-up-Idee in der Tasche, arbeiten nebenher an einem "Pitch Deck", der Präsentation für Wagniskapitalgeber. Es geht darum, die On-Demand-Economy zu revolutionieren. Oder wenigstens eine Spiele-App fürs iPhone zu bauen. Wenn das alte und das neue San Francisco aufeinandertreffen, ist es wie ein Clash der Kulturen. Das Haus, in dem er sein Yogastudio gemietet hat, stand zum Verkauf. Ein altes Haus, Baujahr um , etwas schrammelig, aber das ist egal in diesen Tagen, in denen Garagen in San Francisco für Hunderttausende Dollar verkauft werden.

Scott wollte das Haus kaufen, sein Yogastudio läuft gut, die Klassen sind immer voll, über hundert Dollar kann er für eine Stunde Einzelunterricht nehmen. Aber ordentlich zu verdienen reicht nicht, wenn es Jährige gibt, die gerade ihre Aktienoptionen eingelöst haben und Millionen Dollar in Cash mitbringen. Gleich um die Ecke von Scotts Studio war jahrelang ein kleines thailändisches Restaurant, Mittagskantine für die Nachbarschaft, neun Dollar für ein rotes Curry.

Der Mietvertrag endete, der Besitzer wollte doppelt so viel. Der Thai zog aus, ein Biorestaurant kam rein, noch mehr junge Männer mit Laptop essen nun dort, 32 Dollar für gedämpften Kürbis, Dollar inklusive Trinkgeld für ein Abendessen für zwei. Das kann sich nur eine Minderheit leisten. Aber wenn die Minderheit immer noch mehrere Zehntausend Menschen ausmacht, dann bestimmt sie die Preise, und die Mehrheit ist vernachlässigenswert. Proteste, Demonstrationen gibt es nur sporadisch.

Es überwiegt das Gefühl, nichts tun zu können gegen so grundsätzliche Gegner: So kann es nicht weitergehen, sagen sogar manche von denen, die der Boom reich gemacht hat, die sich noch verbunden fühlen mit dem Hippie-Ethos der Stadt.

Rund um die Welt ist eine ähnliche Entwicklung im Gange. Die globale, digitale Elite sammelt sich in wenigen attraktiven Städten mit boomender Wirtschaft und cooler Szene: Berlin, London, Tokio, New York. Das Leben in solchen Städten wird zum Luxusgut.

Das macht es ihr schwer zu wachsen. Über Jahrzehnte blieb die Einwohnerzahl stabil. Heute aber wollen die jungen Programmierer und Designer nicht mehr in Vorstädten leben, sie wollen Bars und Restaurants und Kultur. Zur Mittagszeit bilden sich lange Schlangen vor den Restaurants, 17 Dollar für ein Sandwich zum Mitnehmen, dazu einen Sherpa Coffee mit geschmolzener Yak-Butter, handgeschöpft von vollbärtigen, tätowierten Männern, fünf Dollar die kleine Tasse.

Infrastruktur und öffentliche Verwaltung ächzen unter dem Zuwachs. Die Stadt plant nun, Wohnungen zu bauen, eigens um Lehrer in die Stadt zu locken: Job plus bezahlbare Unterkunft. Es ist der verzweifelte Vorschlag einer Stadtverwaltung, die sich ansonsten weitgehend macht- und willenlos zeigt, den von ihr mit enormen Steuererleichterungen für Techunternehmen angefeuerten Wandel zu entschärfen. Seit Jahren strömen immer neue Obdachlose in die Wohnviertel, schlafen in Hauseingängen, durchwühlen den Müll.

Um sie kümmern sich 15 städtische Sozialdienstmitarbeiter. Der öffentliche Nahverkehr ist langsam und verhasst. Wer kann, nutzt private Minibuslinien. Die Monatskarte für Dollar. Parken in der Innenstadt kostet 40 Dollar pro Tag. Manchmal werden die Busse mit Steinen beworfen, die Fahrgäste werden aus vorbeifahrenden Autos beschimpft. Ein Kampf zwischen oben und unten also? So muss es wohl sein: